Neubau eines Jugendzentrums in kaufbeuren 2008

Wettbewerb Neubau eines Jugendzentrums in kaufbeuren 2008

Erschliessung/ Grundriss

Über die Treppe oder den Aufzug des Cafes gelangt man auf die Galerie, auf welcher sich der
ruhigere Bereich des Cafes befindet. Hier kann man sich zurück ziehen, die Internetecke be-
suchen.  Von hier aus hat man Einblicke in den erdgeschossigen Cafebereich und in die Disco.
Durch die Zweigeschossigkeit dieser Bereiche ergibt sich ein sehr gut nutzbares Flächenangebot mit hoher Raumqualität. Über einen Steg gelangt man zum Gruppenraum 2 und in das Büro,
welches sich zur Strasse orientiert.  Im östlichen Nebenraumriegel befindet sich auch der Grup-
penraum 1. Er wird durch die Disco erschlossen und kann dieser bei Bedarf zugeschlagen wer-
den.
Ein separater Ausgang führt in den ruhigeren Garten im Norden. Dort können die Kreativange-
bote und Workshops im Freien angeboten werden. Durch die Sitzstufen eignet sich dieser Be-
reich auch als Freilichtbühne für Theater oder Konzerte.
Der Bandübungsraum und die Technikräume sind im Keller untergebracht. Sie werden über eine
Aussentreppe im Norden erschlossen.

Konstruktion/ Wirtschaftlichkeit

Längsbaukörper/ Einliegerbereich 2
- klare Geometrie mit massivem Dach und Boden und Stahlbeton
- Eingestellte Fassaden aus Holz und Glas (hoher Vorfertigungsgrad)
- überdachte Bereiche, Bodenbeläge aus Holzdielen
- nicht überdachte Bereiche, Bodenbeläge aus Pflastersteinen

Querbaukörper/ Einliegerbereich 1, Jugenhaus
Durch die kompakte Bauform und die Reduzierung der Verkehrsflächen ensteht ein sehr
günstiges Flächen- Volumen- Verhältnis, das eine wirtschlaftliche Lösung darstellt.
Die Tragstruktur besteht aus Stahlbeton. Die Fassade besteht aus einer Sichtmauerwerks-
schale aus Modulbetonsteinen, die im Hinblick auf den Bauunterhalt für den Betreiber sich als
günstig erweist. Die massive Ausführung begünstigt eine geringe Lärmemission.
Die Dächer sind begrünt, dadurch erzielt man eine denaturierte Ausgleichsfläche auf dem Dach für die erdgeschossige versiegelte Fläche. Zusätzlich wird das Wasserrückhaltevolumen und die zeitverzögerte Einleitung in das öffentliche Abwassernetz um ca. 50 % reduziert.

Energiekonzept

- Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, Holzpellets oder Hackschnitzelanlage
-grosszügiger Lagerbereich im Keller
- Für die Nutzung flexibles Heizsystem
- Wärmeübertragung durch Heizkörper und Konvektoren
- Räume können somit kurzfristig erwärmt werden
- kostensparende, klimafreundliche Wärme
- Verbrennungs CO² neutral
- Solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung
- Transmissonswärmeverluste verhindern über hochwärmegedämmte Hülle
- kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bietet Schutz vor Lärmemission
- Zisterne zur Speicherung des Oberflächenwassers, das als Grauwasser genutzt wird